
Am 16. Mai 1703 wurde auf Befehl von Peter I. mit dem Bau der Festung "Sankt-Petersburch" auf der kleinen Haseninsel im Newa-Delta begonnen. Sie sollte als Verteidigungsanlage waehrend des Nordischen Krieges gegen die Schweden (1700 - 1721) dienen.

Am 29. Juni war der Grundstein der Festungskirche gelegt, die den Aposteln Petrus und Paulus geweiht wurde.

20 000 Menschen arbeiteten in grosser Eile am Bau der Peter-Pauls-Festung, denn der Feind drohte von Meer und Festland. Im Herbst standen auf den Mauern der Festung schon 120 Kanonen. 1704 war das erste Bollwerk mit Erdwaellen gebaut. Spaeter wurden sie mit 6 Bastionen und maechtigen Steinmauern (Kurtinen) verstaerkt. Eine der Bastionen hiess Gossudarew-Bastion (Herrschers-Bastion), die anderen wurden nach den Namen der fuer den Aufbau verantwortlichen Personen benannt (Menschikow, Golowkin, Naryschkin, Sotow und Trubezkoj). Das Peterstor wurde durch einen Ravelin gedeckt. Im Norden wurde 1705 - 1708 das Kronwerk errichtet.

Die Peter-Pauls-Festung hatte die Form eines unregelmaessigen Sechsecks mit hervortretenden Bastionen. Der erste Bau war aus Holz; 1706 - 1740 wurde er allmaechlich durch Steinbauten abgeloest, dabei wurde die Flaeche der Festung etwas groesser.